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Monday, December 01, 2003

Sonntag, 23.11.2003
Obwohl Bernhard und ich erst um 3.30 letzte Nacht zuhause angekommen sind, sind wir schon wieder um 11 Uhr aufgestanden. Dann hatten wir Frühstück und zogen uns an. Zwischen Frühstück und Mittagessen spielten wir Computerspiele und unterhielten uns. Dann aßen wir zu Mittag. Danach spielten wir wieder Computerspiele, später schrieb ich den Text für meinen Blog vom Samstag und er spielte allein. Um etwa 16 Uhr fuhr ich Bernhard nach Hause. Zuhause sprach ich später mit João. Zuerst war es sehr nett aber später musste ich mit ihm über die Zweifel in meiner Beziehung zu meiner Freundin sprechen. I denke nicht, dass wir noch für lange Zeit ein Paar sein werden, aber ich kann mich nicht vor nächsten Samstag von ihr trennen, weil sie dann ihren Maturaball hat. Später rief meine Freundin mich an, zuerst nur um mir zu sagen, dass mein Vater ihren Maturaball nicht zu filmen braucht, weil die irgendeinen Professionellen haben. Aber dann fragte sie mich, warum ich am Samstag so schlecht gelaunt war. Sie dachte, ich war nur müde… sie hat nichts verstanden und das ist die Sache, die mich so enttäuscht. Als wir unser Gespräch beendeten (ich habe nicht viel gesagt), sprach ich noch immer mit João. Er sagte viele gute Dinge (Danke dafür noch einmal). Ich weinte ein bisschen, aber ich weiß nicht warum… normalerweise bin ich nicht so sensibel.

Montag, 24.11.2003
Heute Morgen ist es mir nicht sehr gut gegangen (auch nicht gestern Abend). Ich hatte Kopfweh und mir war schlecht, also habe ich fast nichts gegessen. Ich beschloss dann, dass es besser wäre zuhause zu bleiben und ging wieder zurück ins Bett. Ich stand um Mittag wieder auf und mir ging es viel besser. Am Nachmittag kam Tatjana, die beste Freundin meiner Schwester vorbei, weil sie gemeinsam etwas Hausübung machten. Ich habe ihnen ein bisschen geholfen, aber danach war keine Zeit mehr für ein Spiel… sehr traurig! Später erzählte ich meiner Schwester, dass ich schon ihr Geburtstagsgeschenk besorgt habe, weil ich weiß wie neugierig sie ist und das sie sofort zu fragen anfangen wird… und so passierte es auch. Dann sprach ich zu lange mit João und ging schlafen.

Dienstag, 25.11.2003
Ich war ziemlich müde in der Früh, aber es war okay… Uni war nicht sehr interessant und ich blieb nur für die Mathematik Vorlesung dort, dann fuhr ich nach Graz. Dort gab ich den Brief, den ich an Ellen aus Holland geschrieben hatte, auf. An der Uni wollte ich jemanden zum Reden finden und suchte nach Iris, das Mädchen, dass mit Tanja und mir Blutplasma spendet. Leider war sie nicht da, deswegen wartet ich auf das Ende von Tanjas Vorlesung. Wir verbrachten den ganzen Nachmittag miteinander, zuerst gingen wir Blutplasma spenden (ich hatte solche Angst, weil dieser wirklich junge Typ war bei mir und seine Hände zitterten bevor er die Nadel in meine Vene stach. Es schmerzte ein bisschen mehr als normalerweise, aber ich bin daran schon gewöhnt, also war es nicht so schlimm). Tanja war dieses Mal sehr schnell, deswegen musste sie lange warten bis ich fertig war. Ich habe ihr meinen Blog gezeigt (im PBSZ ist ein Computer) und jetzt wird sie hoffentlich auch anfangen, Kommentare zu schreiben… jetzt kann ich leider nicht mehr alle meine Geheimnisse und meine geheimen Fantasien posten… ;-) Wir gingen zurück zur Uni und gingen am Campus herum, weil wir nichts zu tun hatten (ihre Vorlesung entfiel, wir glauben, dass jemand den Professor mit schlechtem Tabak vergiftet hat). Dort trafen wir dann Iris (die nicht mit uns spenden war, weil sie ein bisschen krank ist) und fuhren mit ihr ins Zentrum von Graz. Sie fuhr dann weiter zu einem anderen Platz um ihren Vater zu treffen und Tanja und ich wollten ein Geschäft finden, wo sie ein T-shirt mit Che Guevara auf der Vorderseite kaufen kann. Leider gab es dort keine Shirts in ihrer Größe (sie ist ziemlich klein), deswegen sind wir wieder zurück zur Uni gefahren. Wir unterhielten uns und lachten und ich habe mir ihre Latein-Hausübung angesehen (eigentlich sollte ich Latein können…). Als ihre Vorlesung um 18 Uhr begann, fuhr ich zum Bahnhof and dann zurück nach Leibnitz. Zuhause dachte ich, dass ich vielleicht Tina anrufen sollte, aber ich wusste nicht, was ich ihr sagen hätte sollen, deswegen habe ich es nicht gemacht und bin stattdessen ins Internet gegangen. I habe dort meinen neuen Freunde-Blog gestartet, der aber noch lange nicht fertig ist. Später habe ich noch ein wenig ferngesehen und bin schlafen gegangen.

Mittwoch, 26.11.2003
Heute war ich wieder sehr müde (vielleicht sollte ich früher schlafen gehen…), deswegen waren die Vorlesungen zu lang. Im Zug habe ich schon begonnen, alle meine Blog-Texte zu übersetzen, weil es da ein Mädchen gibt, dass zu faul ist, den Blog in Englisch zu lesen (ich will keine Namen sagen, dass wäre nicht nett, oder, Tanja?). Nach den Vorlesungen schrieb ich einen Brief an Ieva aus Litauen. Danach ging ich zur Post um Briefmarken zu kaufen und den Brief aufzugeben. Zurück an der Uni übersetzte ich weiter meinen Blog, bis meine Batterie leer war. Dann hatte ich Übungen in CuP. Das war sehr langweilig!! Wir haben nichts neues gemacht, nur Stoff, den wir schon gelernt haben, wiederholt. Deswegen habe ich ein bisschen mit Java gespielt.
Dann bin ich wieder nach Hause gefahren, ich schlief ein bisschen im Zug (was für ein Schreck, als ich aufwachte und niemand mehr im Abteil war). Zuhause habe ich gegessen und mit meiner Mutter geredet. Ich fürchte, sie wird mir zu Weihnachten kein Flugticket nach Brasília kaufen, also muss ich noch auf meinen Lotto-Gewinn warten. Ich habe wirklich gewonnen, dieses Mal, aber ich hatte nur 3 richtige, deswegen habe ich 3,30€ gewonnen, ich habe 47% von dem was ich ausgegeben habe, wieder zurück gewonnen… das ist nicht schlecht… Dann fragte mich meine Mutter über meine Beziehung mit Tina. Wow, sie ist so sensibel und intelligent, sie wusste sofort, dass etwas nicht stimmte. Na gut, sie dachte, wir wären schon getrennt, aber das ist nicht ganz richtig. Aber ich weiß jetzt was falsch lief (also haben meine wenigen Gedanken doch etwas gebracht): Ich bin an dieser Beziehung nicht mehr interessiert. Ich fühle nicht mehr diese Freude wenn ich sie sehe, die ich früher fühlte. Ich glaube nicht mehr, dass mit ihr zusammen zu sein die ideale Beschäftigung ist, wie früher. Ich denke nicht mehr, dass sie die ist, mit der ich am besten reden kann, so wie früher. Das will ich ihr sagen, ich kann noch ihr Freund sein für einige Zeit, aber ich denke nicht, dass das weder für sie noch für mich gut wäre.

Donnerstag, 27.11.2003
Am Donnerstag war ich für drei Vorlesungen an der Uni und fuhr danach nach Graz, wo ich meine Freundin Magda treffen wollte. Den ganzen Tag übersetzte ich meinen Blog. An der Uni traf ich auch Tanja, sie schwänzte eine Vorlesung und ging einkaufen. Magda und ich trafen uns dann und gingen in ein chinesisches Restaurant. Heute hatten wir so viel Zeit zum Essen (letztes Mal waren wir spät dran), deswegen mussten wir lange am Bahnhof warten. Aber dann gab es auch keinen guten Platz im Zug mehr, und ich musste lange suchen. In Leoben traf ich Nadine und Florian, weil wir ein paar Unterlagen tauschen mussten.
Dann hatte ich meinen Japanischkurs. Zuerst schrieb ich den Hiragana-Test, den ich letzte Woche verpasst hatte (I hatte 47 von 47 möglichen Punkten und ich konnte auch noch die Kanji für Nihongo hinschreiben) und dann lernten wir viel. Die Grammatik ist kein Problem für mich, aber die Vokabeln sind schwer, weil sie weder Deutsch, Englisch noch Latein ähneln… das ist ziemlich schwer. Nach der Stunde fuhren meine Lehrerin und ich zurück nach Graz. Wir redeten ein bisschen und sie schenkte mir einen alten Reiseführer für Deutschland in Japanisch (aber niemand darf es wissen!). Ich war um 21 Uhr zuhause, dort wartete ein Brief von João auf mich. Der Brief war so nett, aber er machte mich wirklich traurig, weil ich nicht glaube, dass ich ihn bald besuchen kann. Dann rief ich Tina an, weil ich die Neuigkeiten über ihren Ball am Samstag wissen wollte. Ich glaube, ich war zu nett, aber ich das ist normal… ich kann nicht böse sein, besonders weil am Samstag ihr Ball ist.

Freitag, 28.11.2003
Heute musste ich meinen Anzug tragen, als ich nach Leoben fuhr, weil heute eine Aufnahmefeier war. Ich war wirklich müde, deswegen war das wirklich schwer. Ich war so glücklich, als ich endlich zurück zum Bahnhof gehen konnte und zurück nach Graz. Dort musste ich ein bisschen warten und dann fuhr ich nach Leibnitz. Zuhause aß ich zu Mittag und ging dann schlafen. Ich war wirklich müde. Nach dem schlafen habe ich nicht viel getan, es war ziemlich langweilig… Später sah ich noch fern und spielte Computerspiele. Dann ging ich ins Internet und chattete mit João und später auch mit Natália. Das war lustig, weil ich kann kein portugiesisch, sie kaum englisch und deswegen probierte ich es mit japanisch… ich glaube, englisch hätte uns weiter gebracht…

Samstag, 29.11.2003
Heute habe ich lange geschlafen. Ich bin zu Mittag aufgestanden und sah ein wenig fern. Dann duschte ich und aß zu Mittag. Tatjana war auch hier. Nach dem Essen schauten wir uns wieder einmal „Findet Nemo“ an. Wir waren gerade fertig, als mich plötzlich João anrief. Was für ein Schock! Er sagte mir, dass er mich am Sonntag anrufen würde, also war ich überhaupt nicht vorbereitet… Wir redeten ein bisschen, auch Birgit sprach mit „Johann“. Er fragte mich, ob ich nicht online kommen könnte. Um 17 Uhr, ich redete noch immer mit João, kam Bernhard hierher. Wir vier sprachen dann mit João. Um 18.30 ging ich offline, weil wir um 19 Uhr beim Maturaball sein wollten. Zuerst aßen wir noch schnell etwas, dann zogen wir uns an und mein Vater brachte uns zum Ball. Dort arbeiteten wir im Glückshafen von 19.15 bis 22 Uhr. Es war sehr lustig, wir hatten ziemlich viel zu tun. Dann tranken wir etwas, weil arbeiten macht durstig. Wir tanzten viel, ich tanzte mit Tina, Magda, Eva und meiner Schwester Birgit. Es war sehr toll. Nur Tanja, die auch dabei war, wollte nicht ein einziges Mal tanzen. Vielleicht hasst sie uns und will uns nicht berühren…
Dann kam die Mitternachtseinlage. Zuerst war sie wirklich schlecht, aber am Ende wurde es besser. Zum Schluss spielten und sangen einige der Schüler der Klasse, und sie waren wirklich gut! Sie sollte öfter auftreten! Bernhard und ich waren ganz nahe an der Bühne und da waren so viele Leute und tanzten!
Nach der Mitternachtseinlage tanzten wir wieder zur Band. Es war sehr lustig, aber Tanja wollte immer noch nicht mit uns tanzen. Sie war so gemein! Um 2.30 hörte die Band zu spielen auf und deswegen gingen wir in die Disco und tanzten dort. Es war so lustig, and ich wurde danach als „göttlich“ bezeichnet… na ja, und auch als „Cowboy“… vielleicht sollte ich mein Hände nicht so herum schleudern. Aber das ist mein Tanzstil und ich werde ihn nicht für die ändern! Um circa 3.45 wollten wir gehen (es waren nur noch Magda, Bernhard, Birgit und ich da), aber zuerst mussten wir uns noch von den lieben Organisatoren verabschieden. Wir waren um ungefähr 4.15 zuhause und gingen dann schlafen.

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